ORT + ZEIT:

28. November 1999, 20 Uhr
Historische Halle Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart – Berlin

Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin Tiergarten

1. Dezember 1999, 20 Uhr
Forum Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Museumsmeile Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 4

BETEILIGTE:

Orchesterkonzert mit 40 Musikern
Dirigent: Andrea Cusumano

BILDNACHWEIS:

Fotos: Johannes Zappe

HERMANN NITSCH

Die Musik des 6-Tage-Spiels 1998
Ausschnitte

I Morgenmusik und Finale
II Scherzo. Der Tag des Dionysos. Mittagsfinale
III Adagio
IV Finale des 5. Tages

Lärmmusik, Schreichöre und Geräusche aller Art bilden einen integralen Bestandteil der Aktionen des 1938 in Wien geborenen Hermann Nitsch, der sein großangelegtes, gesamtkunstwerkliches Theaterkonzept unter dem Begriff des »Orgien-Mysterien-Theaters« seit den 60er Jahren verfolgt. Aus seiner Zusammenarbeit mit Künstlern wie Günter Brus, Dieter Roth, Gerhard Rühm, Oswald Wiener u.a. entstanden daneben in den 70er Jahren die Konzerte und Schallplattenproduktionen mit dem Titel »Selten gehörte Musik«. Außerdem entstanden Kompositionen des Künstlers für Orgel sowie Orchesterstücke.

Am 3. August 1998 begann mit Sonnenaufgang im Schloß Prinzendorf, Niederösterreich, das Sechstagespiel von Hermann Nitsch, das sich über sechs Tage und sechs Nächte erstreckte. Nach einer detailliert festgelegten Partitur agierten insgesamt 150 Akteure und ein 150köpfiges Orchester, begleitet von Blas- und Heurigenmusikern sowie einem Chor.

»Das Sechstagespiel ist eine Komposition von realen Geschehnissen, das über alle fünf Sinne erfahrbar ist ... Die sechs Tage und sechs Nächte sind vergleichbar einer sechssätzigen Symphonie, in der dramatische und meditative Sätze einander abwechseln und ergänzen.« (H.N.)

Das Fest gilt als Höhepunkt im künstlerischen Schaffen von Hermann Nitsch. Seine Partitur bildet die Grundlage für die konzertante Aufführung der »Musik des 6-Tage-Spiels«, die nach ihrer Uraufführung in Wien im Oktober 1999 nun in Berlin und in Bonn gespielt wird. Aus der umfangreichen Partitur des Sechstagespiels hat Hermann Nitsch Ausschnitte des 1., 3. und 5. Tages gewählt, die eine Aufführung in 4 Sätzen für ein Orchester ergeben.

AKTUELL:

SCORES

Saâdane Afif, Christian Marclay, Ari Benjamin Meyers, Jorinde Voigt
Ausstellung & Konzerte

Ausstellung: 28. Oktober – 13. November 2016
Eröffnung / Auftakt: 27. Oktober 2016, 19 Uhr
Konzerte: 28., 30. Oktober & 13. November 2016

Hamburger Bahnhof
Museum für Gegenwart – Berlin / Rieckhallen
Staatliche Museen zu Berlin
Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin
Di, Mi, Fr 10-18 Uhr,
Do 10-20 Uhr,
Sa-So 11-18 Uhr

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KONZEPTION:

Ingrid Buschmann, Gabriele Knapstein, Matthias Osterwold
FREUNDE GUTER MUSIK BERLIN e.V.

PRESSE:

Pressetext
Nitsch-pressetext-dt.pdf

EINE VERANSTALTUNG VON:

Die Veranstaltungsreihe »Musikwerke Bildender Künstler« ist eine Kooperation zwischen Freunde Guter Musik Berlin e.V., Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart – Berlin und Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn.

Das Konzert in Berlin wurde ermöglicht durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie. Es fand statt im Rahmenprogramm zur Ausstellung »Das XX. Jahrhundert – Ein Jahrhundert Kunst in Deutschland«.