ORT + ZEIT:

8. – 10. September 2000, 20 Uhr
Historische Halle Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart – Berlin

Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin Tiergarten

8. + 11. – 13. November 2000, 20 Uhr
Forum Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Museumsmeile Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 4


BETEILIGTE:

Jeffrey Reynolds – Tenor
Joan La Barbara – Mezzosopran
Kevin Zoernig – Keyboard
Peter Gordon – Saxophone, Klarinetten, Keyboard
Christian von Borries – Flöten
Chor des Orchester GENERATION BERLIN
Leitung: Christian von Borries

BILDNACHWEIS:

Copyright: Lawrence Weiner

LAWRENCE WEINER / PETER GORDON

»The Society Architect Ponders the Golden Gate Bridge
– oder: Wie sie kriegen, was sie nicht verdienen«
– Uraufführung –

Eine Oper von
Lawrence Weiner – Libretto und Gestaltung
Peter Gordon – Musik


Sie ist ein Mythos: die Golden Gate Bridge, entstanden nach Plänen des deutschen Ingenieurs Joseph Strauss, am 28. Mai 1937 nach vierjähriger Bauzeit eingeweiht, 2,7 Kilometer lang und 27,5 Meter breit. Täglich passieren 100.000 Autos auf sechs Fahrspuren dieses Nadelöhr in San Francisco. Für unzählige Filme, Geschichten und Legenden war sie Inspiration und Kulisse. So auch für Weiners und Gordons Opernprojekt »The Society Architect Ponders the Golden Gate Bridge – oder: Wie sie kriegen, was sie nicht verdienen« (2000).

Das Stück basiert auf einem tatsächlichen Gerichtsprotokoll: Laut diesem wurde ein Künstler auf der Golden Gate Bridge von einem Architekten aus der High Society verletzt, als dieser im betrunkenen Zustand Auto fuhr. Doch anstatt Recht zu bekommen, wird der Künstler selbst Untersuchungsgegenstand eines reaktionären Richters. Aus dem scheinbar harmlosen Verkehrsdelikt entsteht eine politische Diskussion, in der plötzlich der Wert eines Künstlers in der Gesellschaft und die Rolle sozialer Privilegien im Rechtsstaat zum Gegenstand einer Auseinandersetzung werden.

Lawrence Weiner, 1942 in New York geboren, hat seine Arbeiten in den späten 60er Jahren im Kontext der sogenannten 'Conceptual Art' entwickelt. Im Zentrum seiner künstlerischen Produktion stehen seitdem Werke, die durch den Gebrauch von Sprache definiert sind. Sein künstlerisches Material ist die Sprache - und die Materialien, auf die sie sich bezieht; seinen Werken stehen somit alle Kommunikationskanäle zur Verfügung, die sprachlich funktionieren. Neben Filmen und Videoarbeiten, Plakaten und Büchern, Ideogrammen und Piktogrammen macht sich Weiner seit Anfang der 70er Jahre auch die medialen Eigenarten von Tonträgern zunutze, um bestimmte Arbeiten in musikalisch-auditive Strukturen zu überführen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikern sind seitdem eine Reihe von Schallplatten und Tonbändern entstanden, die zu Trägern seiner Spracharbeiten wurden. Seit 1978 arbeitet er regelmäßig zusammen mit Peter Gordon (*1951 in New York), einem der Pioniere der New Yorker Szene zwischen Minimal, Jazz und Experiment. Sein Stil zwischen rhytmisch-kantiger Geradlinigkeit und hintergründigem Sinn für Lyrisches hat sich in Instrumentalmusik, Opern, Filmmusik und anderen Formen realisiert.

AKTUELL:

SCORES

Saâdane Afif, Christian Marclay, Ari Benjamin Meyers, Jorinde Voigt
Ausstellung & Konzerte

Ausstellung: 28. Oktober – 13. November 2016
Eröffnung / Auftakt: 27. Oktober 2016, 19 Uhr
Konzerte: 28., 30. Oktober & 13. November 2016

Hamburger Bahnhof
Museum für Gegenwart – Berlin / Rieckhallen
Staatliche Museen zu Berlin
Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin
Di, Mi, Fr 10-18 Uhr,
Do 10-20 Uhr,
Sa-So 11-18 Uhr

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KONZEPTION:

Ingrid Buschmann, Gabriele Knapstein, Matthias Osterwold
FREUNDE GUTER MUSIK BERLIN e.V.